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Neu: Drohnensichtung mit einem Klick an die zuständige Polizei weiterleiten
Nach dem Absenden zeigt Luftwacht die zuständige Polizeidienststelle mit Telefonnummer. Wer möchte, leitet die Meldung mit genauem Standort und Kontakt weiter. Wie es funktioniert, was übermittelt wird und was öffentlich bleibt.
Bisher endete eine Meldung auf Luftwacht mit dem Aktenzeichen und dem Hinweis auf den Notruf. Seit dieser Woche geht es einen Schritt weiter: Nach dem Absenden zeigt die Website, und seit Version 1.2.3 auch die App, welche Polizeidienststelle für den Ort der Sichtung zuständig ist, mit Telefonnummer. Wer möchte, lässt die Sichtung mit einem Klick dorthin weiterleiten. Das ist freiwillig, und es passiert nur auf ausdrückliche Entscheidung der meldenden Person.
So läuft es ab
Die Meldung selbst bleibt, wie sie ist: Ort, Zeit, ein paar Angaben zur Drohne, fertig. Nach dem Absenden erscheint die Bestätigung mit dem Aktenzeichen, die Sichtung steht auf der Karte. Darunter gibt es jetzt den Knopf "Weiter: zuständige Behörde anzeigen". Erst auf dieser zweiten Seite steht, welche Stelle zuständig ist, zum Beispiel ein Polizeipräsidium oder eine Kreispolizeibehörde, mit Kreis, Bundesland und Telefonnummer.
Wer die Sichtung dort melden möchte, hat zwei Wege. Bei akuter Gefahr der Anruf, in dringenden Fällen immer der Notruf 110. Für eine Nachmeldung der Knopf "Sichtung an diese Stelle weiterleiten": Dann verschickt Luftwacht die Meldung per E-Mail an die Dienststelle. Pflicht ist dafür eine E-Mail-Adresse für Rückfragen, eine Telefonnummer ist freiwillig, aber empfohlen. Die meldende Person bekommt eine Bestätigung, sobald die Mail raus ist.
Welche Daten gehen wohin
An die Behörde gehen: Ort und genaue Koordinaten, Zeitpunkt, die Angaben zur Drohne und die Beschreibung, das Foto, falls eines hochgeladen wurde, sowie die angegebene E-Mail-Adresse und gegebenenfalls die Telefonnummer. Genau das steht auch auf der Seite, ausklappbar, bevor jemand klickt.
Öffentlich bleibt, was schon immer öffentlich war: die auf rund 100 Meter gerundete Position auf der Karte, der Zeitpunkt, die Angaben zur Drohne, Beschreibung und Foto ohne Metadaten. E-Mail-Adresse, Telefonnummer und der genaue Standort werden nie veröffentlicht, auch nicht bei einer Weiterleitung.
Woher Luftwacht weiß, wer zuständig ist
Die Zuständigkeit der Polizei folgt in Deutschland den Verwaltungsgrenzen. Luftwacht ordnet jede Sichtung über die amtlichen Kreisgrenzen einem der 400 Kreise zu und von dort der zuständigen Behörde: in Bayern die Polizeipräsidien, in Nordrhein-Westfalen die 47 Kreispolizeibehörden, in anderen Ländern Polizeidirektionen oder Landespolizeiinspektionen, insgesamt 137 Stellen. An den großen Flughäfen kommt die Bundespolizei dazu. Die Kontaktdaten stammen fast vollständig von den offiziellen Seiten der Landespolizeien.
Ganz sauber ist so eine Tabelle nie, einige Kreise sind zwischen zwei Dienststellen geteilt. Deshalb steht in jeder Mail an eine Behörde ein Link "nicht zuständig", über den die Dienststelle mit einem Klick die richtige Stelle nennen kann, und ein Link, um keine weiteren Meldungen zu erhalten. Jede Rückmeldung korrigiert die Zuordnung. Wo noch keine Stelle hinterlegt ist, ordnet Luftwacht von Hand zu.
Warum nicht einfach alles automatisch schicken
Weil eine Polizeidienststelle keine Flut ungeprüfter Mails braucht, und weil eine Bürgermeldung nur dann etwas wert ist, wenn die Person dahinter erreichbar ist. Deshalb entscheidet die meldende Person, und deshalb gehört ihre Kontaktadresse dazu. In den ersten Wochen sieht das Luftwacht-Team zusätzlich jede Weiterleitung vor dem Versand an. Sobald die Zuordnung sich bewährt hat, gehen die Mails direkt raus.
Für Dienststellen
Wer bei einer Polizeidienststelle, einer Luftfahrtbehörde oder einem Flughafen Sichtungen aus dem eigenen Bereich schneller haben möchte, kann in der Luftwacht-App eine Warnzone einrichten und bekommt jede neue Meldung darin sofort aufs Diensthandy. Für Behörden richten wir das gern ein, eine Nachricht an info@luftwacht.de genügt.
Quellen
Dieser Beitrag wurde KI-gestützt recherchiert und redaktionell geprüft.