Das zivile Drohnen-Lagebild für Deutschland
Politik und Behörden diskutieren seit den Drohnensichtungen über Flughäfen, Militäranlagen und kritischer Infrastruktur, wie ein nationales Drohnen-Lagebild entstehen kann. Luftwacht baut das zivile Fundament dafür bereits heute: aus den Beobachtungen von Bürgerinnen und Bürgern, öffentlich einsehbar für alle.
Woraus das Lagebild besteht
Bürgermeldungen
Strukturierte Sichtungen mit Ort, Zeit, Größe, Flugverhalten und optionalem Foto, aus dem Web und den Luftwacht-Apps für Android und iOS. 141 Meldungen bisher, 103 in den letzten 30 Tagen.
Einordnung
Jede Sichtung wird mit den amtlichen Flugverbotszonen (dipul/DFS) verortet. Meldungen, die zeitlich und räumlich eng beieinander liegen, werden automatisch als mögliches gemeinsames Ereignis erkannt.
Öffentlichkeit
Das Lagebild gehört allen: Karte, Zeiträume und Statistik sind frei zugänglich, auch für Behörden, Presse und Forschung. Bei akuter Gefahr gilt immer zuerst der Notruf 110.
Die Erkennungslücke
Kleine Drohnen sind für klassische Radare schwer erfassbar, flächendeckende Sensorik existiert in Deutschland bisher nicht, und behördliche Meldewege sind zersplittert. Was es dagegen überall gibt: Menschen, die Drohnen sehen und hören. Viele Augen, strukturiert erfasst und korreliert, ergeben ein Lagebild, das es sonst nicht gäbe. Genau diese Lücke schließt Luftwacht, als Ergänzung zu behördlichen Systemen, nicht als Ersatz.
Der nächste Schritt ist bereits in Entwicklung: stationäre Sensoren, die Drohnen akustisch und über ihre Remote-ID-Funksignale automatisch erkennen und das Lagebild rund um die Uhr ergänzen.