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Drohnenabwehr-Laser: Serienfertigung in Hannover startet

INLEAP Photonics hat in Hannover eine Produktionshalle für laserbasierte Drohnenabwehrsysteme eröffnet. Erste Seriensysteme gehen an den Partner STARK, für zivile Drohnenpiloten ändert sich zunächst nichts.

Hannover. Ende Oktober hat der Laserspezialist INLEAP Photonics in Hannover eine neue Produktionshalle für laserbasierte Drohnenabwehrsysteme eröffnet. Damit beginnt der Übergang von Prototypen zur Serienfertigung. Der Hochlauf und weitere Auslieferungen sollen laut Unternehmen im November 2026 starten. Für zivile Drohnenpilotinnen und -piloten ändert sich dadurch zunächst nichts, denn die Technik richtet sich an militärische Kunden.

Was neu ist

Der Laserspezialist INLEAP Photonics hat seine neue Produktionshalle für laserbasierte Drohnenabwehrsysteme am Standort Hannover im Beisein des niedersächsischen Ministerpräsidenten Olaf Lies eröffnet. Dort sollen Lasersysteme mit der Bezeichnung INLEAP FASTLIGHT HELD in Serie gefertigt werden, Hochlauf und weitere Auslieferungen beginnen dem Unternehmen zufolge im November 2026. Nach eigenen Angaben strebt das Unternehmen nach dem Ausbau eine Jahresproduktion im dreistelligen Bereich an.

Zum Eröffnungsdatum gibt es in den Quellen leicht abweichende Angaben: Ein Fachmedium nennt den 29. Oktober als Tag der Eröffnung der neuen Produktionshalle, ein anderes berichtete im Vorfeld von einer offiziellen Eröffnung am 30. Oktober, an der unter anderem Olaf Lies und Sven Weizenegger, Leiter des Cyber Innovation Hub der Bundeswehr, teilnehmen sollten. Der Kern der Meldung, der Start der Serienfertigung, ist in allen Berichten identisch.

Wer die Systeme bekommt

Vertriebspartner für militärische Kunden ist das deutsche Start-up STARK, das auch erste Seriensysteme übernimmt und die Kettenplattform für das Drohnenabwehrsystem beisteuert. Zum Produktionsauftakt werden die ersten schlüsselfertigen Einheiten direkt an Stark übergeben, die Partnerschaft beider Unternehmen war auf der Hannover Messe 2026 bekanntgegeben worden. Die Fertigungslinie ist nach dem One-Piece-Flow-Prinzip organisiert, bei dem jedes System ohne Zwischenlagerung sechs aufeinander abgestimmte Stationen durchläuft.

Zur Personalentwicklung heißt es: Derzeit beschäftigt das Unternehmen nach eigenen Angaben 50 Mitarbeiter, bis Ende 2027 soll die Belegschaft am Standort Hannover auf mehr als 100 Personen wachsen.

Der Hintergrund: Erprobung mit der Bundeswehr

Vorausgegangen war eine mehrmonatige Testreihe. Der Cyber Innovation Hub der Bundeswehr und INLEAP Photonics haben die Testphase eines KI-gestützten Lasersystems zur Drohnenabwehr abgeschlossen und die Fähigkeiten des Projekts „Laserdome“ auf einem Flugplatz im brandenburgischen Strausberg präsentiert. Nach Darstellung von Major Robert Hoffmann vom Cyber Innovation Hub kombiniert das System KI-gestützte Zielerkennung mit Lasersteuerung zur Bekämpfung von Drohnen. Erprobt wurde das System gegen Klein- und Kleinstdrohnen im Nahbereich auf Übungsplätzen der Bundeswehr.

Was offen bleibt

Belastbare Leistungsdaten liegen öffentlich nicht vor. Angaben zu konkreten Produktionsmengen oder zur Leistungsfähigkeit des Systems unter Einsatzbedingungen machte das Unternehmen in seiner Mitteilung nicht. Unbestätigt bleibt damit auch, in welchem Umfang und ab wann solche Systeme tatsächlich bei Nutzern im Einsatz stehen. Ebenso wenig ist aus den vorliegenden Quellen ableitbar, ob und unter welchen Bedingungen laserbasierte Wirkmittel jemals im Inland zum Schutz ziviler Einrichtungen eingesetzt werden könnten. Dafür gelten eigene rechtliche Maßstäbe, die unabhängig von der Industrieentwicklung zu bewerten sind.

Einordnung für zivile Nutzer

Für den Alltag von Hobby- und Berufspiloten folgt aus dieser Meldung keine neue Pflicht und kein neues Verbot. Unverändert gilt:

  • Abstand zu Flughäfen, Kasernen, Behörden- und Infrastrukturliegenschaften halten
  • Betriebsverbote und Geo-Zonen beachten
  • Bei Unsicherheit nicht starten

Technische Abwehrmaßnahmen durch Privatpersonen bleiben rechtlich heikel und sind kein Mittel für Eigeninitiative.

Wer eine Drohne über sensiblen Anlagen beobachtet, sollte dies den zuständigen Stellen melden. Bei akuter Gefahr gilt: Notruf 110 wählen, Standort, Uhrzeit, Flugrichtung und Beschreibung des Fluggeräts angeben, keine eigenen Eingriffe versuchen.

Dieser Beitrag wurde KI-gestützt recherchiert und redaktionell geprüft.

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