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Bundeswehr lässt fliegenden Laser-Demonstrator bauen
Das BAAINBw hat MBDA Deutschland mit einem Demonstrator für einen luftgestützten Hochenergielaser beauftragt. Das System zielt auf Drohnen und Marschflugkörper, einsatzreif ist es nicht.
Das Beschaffungsamt der Bundeswehr hat MBDA Deutschland mit dem Bau eines Demonstrators für einen luftgestützten Hochenergielaser beauftragt. Das System soll langfristig Drohnen und Marschflugkörper bekämpfen können. Einsatzreif ist es nicht: Es geht um Technologieerprobung, nicht um ein verfügbares Abwehrmittel.
Was beauftragt wurde
Das Bundesamt für Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung der Bundeswehr (BAAINBw) hat MBDA Deutschland den Auftrag erteilt, einen Demonstrator für einen luftgestützten Laser zu bauen. Ziel ist laut Unternehmensangaben, die technologischen Grundlagen für künftige Laserwaffen an Bord von Flugzeugen zu schaffen. Der Auftrag sieht vor, dass wesentliche Komponenten des sogenannten Laser-Pods bereits auf die Anforderungen des späteren Flugbetriebs ausgelegt werden.
Zum Auftragswert, zum Zeitplan und zur vorgesehenen Trägerplattform machte MBDA nach Darstellung der Fachmedien keine Angaben. Diese Punkte sind damit offen. Als mögliche Ziele solcher Systeme nennt der Hersteller vor allem Drohnen und Marschflugkörper. Als Vorteil gilt die sehr schnelle und präzise Zielbekämpfung ohne klassische Munition.
Warum luftgestützte Laser als schwierig gelten
In Fachkreisen wird die Entwicklung eines luftgestützten Lasers als besonders anspruchsvoller Bereich der Laserwaffentechnik beschrieben. Die Gründe sind technischer Natur: enge Grenzen bei Größe und Gewicht, hoher Energie- und Kühlbedarf sowie die Belastungen durch Flugbedingungen. Vergleichbare Vorhaben im Ausland, etwa das US-Programm SHiELD, hatten das Ziel, die Integration eines Lasers mittlerer Leistung in einen flugzeugtauglichen Pod nachzuweisen.
MBDA verweist darauf, in den vergangenen Jahren mit erheblichen Eigeninvestitionen mehrere Laser-Demonstratoren aufgebaut und erprobt zu haben. Praktische Erfahrung gibt es vor allem im maritimen Bereich: Ein gemeinsam mit Rheinmetall entwickelter Lasersystem-Demonstrator wurde über rund ein Jahr auf See auf einer Fregatte der Bundeswehr erprobt und anschließend für weitere Versuche an Land übergeben. Das Unternehmen betont außerdem, bei der Entwicklung bewusst auf deutsche Lieferketten und nationales Systemwissen zu setzen.
Einordnung: Demonstrator ist kein Abwehrsystem
Wichtig für die Einordnung: Ein Demonstrator dient dem Nachweis, dass eine Technologie grundsätzlich funktioniert und integrierbar ist. Er ist kein beschafftes, in der Truppe eingeführtes Wirkmittel. Ob, wann und auf welcher Plattform daraus eine Fähigkeit der Luftwaffe wird, ist nach den vorliegenden Meldungen offen.
Für die Lage am Boden ändert der Auftrag kurzfristig nichts. Die Abwehr unerlaubter Drohnenflüge über Flughäfen, Wohngebieten oder kritischer Infrastruktur bleibt zunächst Sache von Polizeien und Bundespolizei, ergänzt um Detektionstechnik an den großen Verkehrsflughäfen. Laserwaffen, ob am Boden oder in der Luft, zielen auf militärische Szenarien und auf den Schutz militärischer Liegenschaften und Kräfte, nicht auf den Alltag ziviler Drohnensichtungen.
Was das für Melderinnen und Melder bedeutet
Die aktuelle Nachricht betrifft die industrielle und militärische Seite. Am Meldeweg für Bürgerinnen und Bürger ändert sich nichts:
- Bei akuter Gefahr, etwa einer Drohne über einem Flughafengelände, über Einsatzstellen oder in gefährlicher Nähe zu Menschen: Notruf 110.
- Ohne akute Gefahr: Beobachtung mit Ort, Uhrzeit, Flugrichtung, ungefährer Höhe und Beschreibung des Fluggeräts notieren und bei der örtlichen Polizei melden.
- Keine eigenen Abwehrversuche. Das Stören, Beschädigen oder Abfangen fremder Drohnen ist Privatpersonen nicht erlaubt und kann selbst strafbar sein.
- Keine Spekulation über Betreiber oder Absichten. Bei allen laufenden Verfahren gilt die Unschuldsvermutung.
Offene Punkte
Nicht bekannt sind bislang Leistungsklasse des Lasers, Kosten, Terminplan und Trägerflugzeug. Ebenso ist offen, wie sich das Vorhaben zu den laufenden bodengebundenen und maritimen Laserprojekten verhält. Diese Angaben liegen in den ausgewerteten Quellen nicht vor und werden hier nicht geschätzt.
Quellen
- https://www.hartpunkt.de/mbda-deutschland-soll-airborne-laser-demonstrator-fuer-die-bundeswehr-entwickeln/
- https://defence-network.com/mbda-erhaelt-auftrag-airborne-laser-bundeswehr/
- https://suv.report/mbda-baut-airborne-laser-demonstrator-fuer-die-bundeswehr/
- https://defence-industry.eu/mbda-to-build-airborne-laser-demonstrator-for-germany-to-assess-future-aircraft-weapons-capability/
- https://www.janes.com/osint-insights/defence-news/sea/rheinmetall-and-mbda-deliver-laser-demonstrator-to-bundeswehr
Dieser Beitrag wurde KI-gestützt recherchiert und redaktionell geprüft.